Anspruchsdauer-Tabelle (§ 147 SGB III)
| Versicherungspflicht | unter 50 | ab 50 | ab 55 | ab 58 |
|---|---|---|---|---|
| 12 Monate | 6 | 6 | 6 | 6 |
| 16 Monate | 8 | 8 | 8 | 8 |
| 20 Monate | 10 | 10 | 10 | 10 |
| 24 Monate | 12 | 12 | 12 | 12 |
| 30 Monate | 12 | 15 | 15 | 15 |
| 36 Monate | 12 | 15 | 18 | 18 |
| 40 Monate | 12 | 15 | 18 | 20 |
| 44 Monate | 12 | 15 | 18 | 22 |
| 48 Monate | 12 | 15 | 18 | 24 |
Angaben in Monaten Arbeitslosengeld. Zwischenwerte der Versicherungszeit werden auf die nächstniedrigere Stufe abgerundet – 35 Versicherungsmonate ergeben also die Stufe „30 Monate“.
Häufige Fragen zur Anspruchsdauer
Wie lange ALG I nach 2 Jahren Arbeit?
24 Monate Versicherungspflicht ergeben 12 Monate Arbeitslosengeld – die Höchstdauer für alle unter 50. Längere Beschäftigung erhöht den Anspruch erst wieder ab dem 50. Geburtstag (15 Monate bei 30 Versicherungsmonaten usw.).
Welche Zeiten zählen als Versicherungspflicht?
Beschäftigungszeiten innerhalb der Rahmenfrist – der letzten 30 Monate vor der Arbeitslosmeldung (§ 143 SGB III). Für die Staffel ab 15 Monaten Anspruchsdauer wird die Rahmenfrist auf 5 Jahre erweitert. Auch Krankengeld-, Wehrdienst- und Erziehungszeiten (Kind unter 3) zählen mit.
Mindestens wie lange muss ich gearbeitet haben?
12 Monate versicherungspflichtige Beschäftigung innerhalb der Rahmenfrist (Anwartschaftszeit, § 142 SGB III) – sonst besteht kein Anspruch auf ALG I.
Verkürzt eine Sperrzeit die Anspruchsdauer?
Ja. Bei einer 12-wöchigen Sperrzeit (z. B. Aufhebungsvertrag) mindert sich die Anspruchsdauer um mindestens ein Viertel (§ 148 Abs. 1 Nr. 4 SGB III) – aus 12 Monaten werden 9. Zusätzlich ruht die Zahlung während der Sperrzeit selbst.
Was kommt nach dem ALG I?
Ist der Anspruch ausgeschöpft, bleibt bei Bedürftigkeit das Bürgergeld (SGB II). Wer kurz vor der Rente steht, kann ALG I unter Umständen bis zum Rentenbeginn beziehen – ab 58 bis zu 24 Monate.