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Probezeit-Rechner – Ende der Probezeit und 2-Wochen-Frist

Wann endet die Probezeit – und bis wann kann mit der verkürzten Frist von 2 Wochen gekündigt werden? Taggenau nach § 622 Abs. 3 BGB.

max. 6Monate Probezeit (§ 622 Abs. 3 BGB)
2 WochenKündigungsfrist – taggenau, kein Termin
0 Gründekein Kündigungsgrund nötig (Wartezeit KSchG)
1–4 MonateProbezeit in der Ausbildung (§ 20 BBiG)

Probezeit berechnen

Letzter Tag der Probezeit

Kündigungsfrist in der Probezeit2 Wochen (taggenau)
Spätestes Ende bei Kündigung am letzten Tag
Wartezeit KSchG erfüllt ab

Die 2-Wochen-Frist gilt taggenau – ohne Bindung an den 15. oder das Monatsende. Nach der Probezeit gelten die Fristen des § 622 BGB.

Probezeit, Wartezeit, Befristung – drei verschiedene Dinge

Im Alltag wird alles „Probezeit" genannt – rechtlich sind es drei getrennte Mechanismen:

DauerWirkung
Probezeit (§ 622 Abs. 3 BGB)vereinbart, max. 6 Monateverkürzte Kündigungsfrist: 2 Wochen taggenau
Wartezeit (§ 1 KSchG)immer 6 Monate, läuft automatischerst danach greift der allgemeine Kündigungsschutz
Befristung zur ProbevertraglichArbeitsverhältnis endet automatisch, keine Kündigung nötig
Keine Probezeit vereinbart? Dann gilt vom ersten Tag an die Grundfrist von 4 Wochen zum 15. oder Monatsende. Die Wartezeit des KSchG läuft trotzdem – Kündigungsschutz gibt es erst nach 6 Monaten.
  1. Ende der ProbezeitBeginn + vereinbarte Monate − 1 Tag. Beispiel: Beginn 1. März, 6 Monate → letzter Probetag 31. August.
  2. Kündigung noch „in" der ProbezeitDer Zugang muss bis zum letzten Probetag erfolgen – das Ende liegt dann 2 Wochen später, auch außerhalb der Probezeit.
  3. Nach der ProbezeitGrundfrist 4 Wochen zum 15./Monatsende; für den Arbeitgeber wächst die Frist mit den Betriebsjahren.
Arbeitslosengeld: Auch nach kurzer Beschäftigung kann ALG-I-Anspruch bestehen, wenn in den letzten 30 Monaten insgesamt 12 Monate Versicherungspflicht zusammenkommen – Anspruch und Höhe prüfen. Bei Eigenkündigung in der Probezeit droht allerdings eine Sperrzeit.

Häufige Fragen zur Probezeit

Wie lange darf die Probezeit maximal dauern?

Höchstens 6 Monate (§ 622 Abs. 3 BGB). Eine längere „Probezeit" im Vertrag ist nicht komplett unwirksam – aber die verkürzte 2-Wochen-Kündigungsfrist gilt nur in den ersten 6 Monaten. Bei befristeten Verträgen muss die Probezeit im Verhältnis zur Laufzeit stehen (§ 15 Abs. 3 TzBfG).

Kann mir am letzten Tag der Probezeit gekündigt werden?

Ja. Entscheidend ist der Zugang der Kündigung innerhalb der Probezeit – das Arbeitsverhältnis endet dann 2 Wochen später, also nach dem Probezeitende. Der Rechner zeigt dieses späteste Enddatum mit an.

Gilt in der Probezeit Kündigungsschutz?

Der allgemeine Kündigungsschutz nach dem KSchG greift erst nach 6 Monaten Wartezeit – die läuft parallel zur Probezeit. In der Probezeit braucht der Arbeitgeber keinen Kündigungsgrund. Sonderkündigungsschutz (Schwangerschaft, Schwerbehinderung) gilt aber von Anfang an.

Was gilt in der Ausbildung?

In der Berufsausbildung dauert die Probezeit 1 bis 4 Monate (§ 20 BBiG). Während dieser Zeit können beide Seiten ohne Frist und ohne Grund kündigen (§ 22 Abs. 1 BBiG) – danach ist die ordentliche Kündigung durch den Ausbildenden ausgeschlossen.