Abfindung nach 3 Jahren: Beispielrechnung
Formel: 0,5 × Bruttomonatsverdienst × 3 Jahre = 1,5 Monatsverdienste. Netto-Spalte: Steuerklasse I, Fünftelregelung, Jahresgehalt = 12 Monatsgehälter, Tarif 2026.
| Monatsverdienst | Abfindung (0,5 × 3) | davon netto* | Ersparnis Fünftelregelung |
|---|---|---|---|
| 2.500 € | 3.750 € | 2.785 € | 22 € |
| 3.000 € | 4.500 € | 3.265 € | 30 € |
| 3.500 € | 5.250 € | 3.720 € | 39 € |
| 4.000 € | 6.000 € | 4.145 € | 47 € |
| 4.500 € | 6.750 € | 4.550 € | 60 € |
| 5.000 € | 7.500 € | 4.935 € | 80 € |
| 6.000 € | 9.000 € | 5.610 € | 113 € |
* Modellrechnung Steuerklasse I ohne Kirchensteuer. Individuelle Werte: Abfindungsrechner.
Wovon die Höhe wirklich abhängt
- Prozessrisiko des ArbeitgebersJe wackliger die Kündigung (Sozialauswahl, Betriebsratsanhörung), desto höher der Faktor – 0,75 bis 1,0 statt 0,5.
- SonderkündigungsschutzSchwangere, Schwerbehinderte oder Betriebsräte erzielen regelmäßig deutlich höhere Abfindungen.
- Kündigungsfrist als HebelNach 3 Jahren gilt eine gesetzliche Kündigungsfrist – Details: Kündigungsfrist nach 3 Jahren. Ein früherer Austritt gegen höhere Abfindung ist verhandelbar, kann aber ALG-Ruhen auslösen (§ 158 SGB III).
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Abfindung nach 3 Jahren?
Nach der Faustformel des § 1a KSchG: 0,5 Monatsverdienste pro Jahr, also 1,5 Bruttomonatsverdienste nach 3 Jahren. Bei 4.000 € Monatsgehalt sind das 6.000 € brutto. Verhandelt werden je nach Prozessrisiko 0,25 bis 1,5 Monatsverdienste pro Jahr.
Werden angefangene Jahre mitgezählt?
Ja: Ein Zeitraum von mehr als sechs Monaten wird auf ein volles Jahr aufgerundet (§ 1a Abs. 2 KSchG). Aus 3 Jahren und 7 Monaten werden also 4 anrechenbare Jahre.
Was bleibt netto von der Abfindung übrig?
Die Abfindung ist sozialversicherungsfrei; es geht nur Steuer ab. Mit der Fünftelregelung (§ 34 EStG) bleiben je nach Einkommen meist 60–85 % übrig. Die Tabelle oben zeigt Beispielwerte für Steuerklasse I – individuell rechnen Sie mit dem Abfindungsrechner.